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Was ist Prophylaxe?

Vorsorge
Erkrankungen, die in der Mundhöhle auftreten, sollen durch ein spezielles Prophylaxe-Programm vermieden werden.
Für schöne und gesunde Zähne - ein Leben lang!

1. Kinderprophylaxe

Schon im frühesten Kindesalter sollte Kariesvorsorge betrieben werden , denn beim Durchbruch des 1. Milchzahnes können sich Kariesbakterien am Zahn ansiedeln.

Wie das geschehen kann?
Wenn in der Mundhöhle der Mutter Kariesbakterien vorhanden sind, kann sie diese durch z. B. Ablecken des Nuckels o.ä. auf ihr Kind übertragen.

--> daraus folgt, daß auch die Erwachsenen eine gründliche Vorsorge betreiben müssen. (siehe Erwachsenenprophylaxe)

Vorsorgeuntersuchungen
In der Zahnarztpraxis werden entsprechende Vorsorgeuntersuchungen halbjährlich durchgeführt. Dabei wird die häusliche Zahn- und Mundhygiene des Kindes kontrolliert, indem die Zähne angefärbt werden. Anschließend führt die Fachangestellte in der Zahnarztpraxis eine Zahnputzübung mit dem Kind durch und gibt den Eltern Tips, wie man das Kind zu einer regelmäßigen Mundhygiene bewegen kann und zu einer gesunden Ernährung.
Bei einem hohen Kariesrisiko werden entsprechende Speicheltests empfohlen und Fluoridierung mit Lacken oder Gelen durchgeführt.
Im 6. Lebensjahr kommen zu diesen regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen die Versiegelung der bleibenden Zähne hinzu.
Vor dem Versiegeln wird die Kaufläche mit einer besonderen Flüssigjeit konditioniert. Die Versieglerflüssigkeit dringt in die tiefen Grübchen und Fissuren ein und verschließt sie hermetisch gegenüber den Plaque-Bakterien.

Die Versieglerflüssigkeit dringt in die tiefen Grübchen und Fissuren der Backenzähne ein und verschließt sie hermetisch gegenüber den Plaque-Bakterien.
So wirkt die Fissurenversiegelung. Der Versiegelungskunststoff haftet am Schmelz der Seitenflächen der Fissuren.

Diese Versiegelungenen müssen vierteljährlich kontrolliert werden. Weiterhin werden immer halbjährlich die Beläge an den Zähnen angefärbt und Zahnputzübungen durchgeführt, damit auch zu Hause eine gründliche Zahn- und Mundhygiene gewährleistet ist.
Diese individualprophylaktischen Maßnahmen sind bis zum vollendeten 18. Lebensjahr Kassenleistungen und sollten unbedingt wahrgenommen werden, denn nur so können Erkrankungen im Mund vorgebeugt werden.


Fluoridierung
Fluorid ist notwendig für die Mineralisation der Zähne und für die Reifung des Zahnschmelzes. Da fast immer wenig Fluorid im Speichel und in der Nahrung ist, sollte der Natur ein wenig nachgeholfen und sein Anteil ergänzt werden. Das kommt sowohl den Milch- als auch den bleibenden Zähnen und Knochen zugute.

Fluoridtabletten:
Das Kleinkind erhält in den ersten beiden Lebensjahren in der Regel eine kombinierte Rachitis-/Kariesprophylaxe durch den Kinderarzt. Ob danach weiter Fluortabletten gegeben werden sollen, besprechen Sie bitte mit Ihrem Zahnarzt.

Fluoridlack:
Bei besonderer Kariesgefährdung sollte zusätzlich zur fluoridierten Zahncreme Fluoridlack auf die Zahnoberflächen aufgetragen werden. Das hemmt die Kariesentstehung und fördert die "Reparatur" beginnender Kariesschäden.

Fluoridiertes Speisesalz:
Seit einigen Jahren gibt es fluoridiertes Speisesalz. Wenn Sie dieses statt des üblichen Speisesalzes in Ihrem Haushalt verwenden, hat es eine schützende Wirkung auf die Zähne.

Richtige Zahnpflege für jedes Alter
Kleinkinder: Ab dem Durchbruch der ersten Milchzähne (mit ca. 6 Monaten) muß bei Kleinkindern Zahnpflege betrieben werden.

vom 4. - 24. Monat empfehlen wir von Oral B die Stage 1

Gleich richtig anfangen:
Eltern sind Vorbild und Bezugsperson.
Deshalb sind Sie und Ihr Verhalten entscheidend.
Gute und richtige Zahnpflege erlernt Ihr Kind von Ihnen!

Auch Milchzähne können von schädlichen Mundbakterien angegriffen werden, wenn die Beläge auf den Zähnen nicht regelmäßig entfernt werden. Die Folge: Es kann Karies entstehen bis hin zum Zahnverlust. Somit entfällt auch noch die Platzhalterfunktion für die bleibenden Zähne.

Gute Gewohnheiten annehmen:
Mit zweimal täglich zwei Minuten - nach dem Frühstück und nach der letzten Mahlzeit - gewöhnt sich Ihr Kind an das Zähneputzen. Kinder im Kleinkinderalter können Ihre Zähne noch nicht alleine putzen, Sie als Eltern sind gefragt.

Welche Zahnpasta:
Da Kleinkinder meist einen Teil der Zahnpasta verschlucken, sollte eine Zahnpasta mit wenig Fluorid bis zum 6. Lebensjahr verwendet werden.
So werden die Zähne richtig sauber

Kinder zwischen 2 - 4 Jahren:

In diesem Alter sind bei Ihrem Kind alle Milchzähne durchgebrochen. Unter dem Zahnfleisch entwickeln sich währenddessen die bleibenden Zähne.
Ab dem 2. Lebensjahr wollen Kinder vieles selbst ausprobieren. Aber sie sind noch nicht so geschickt, um die Zähne wirklich gründlich putzen zu können. Lassen sie ihr Kind ihre Bewegung beim Zähneputzen nachahmen und geben Sie vorsichtig Hilfestellung. Anschließend putzen Sie Ihrem Kind die Zähne richtig nach.
Wichtig sind regelmäßige Zahnarztbesuche!
Welche Zahnbürste: Deshalb empfiehlt sich in diesem Alter die Zahnbürste Stage 2 von Oral B mit dem kleinen schmalen Bürstenkopf und weichen Borsten. Ein kompakter Griff, der gut in der Kinderhand liegt und bequem für die Eltern ist, wenn Sie Ihrem Kind die Zähne putzen.
Zähneputzen mit der elektrischen Zahnbürste: Elektrische Zahnbürsten können Kinder zur Zahnpflege motivieren und sind geeignet für Kinder ab 3 Jahren. Beaufsichtigen Sie immer das Putzen.
Tips zur Zahnputztechnik mit der elektrischen Bürste:

Kinder zwischen 5 - 7 Jahren:

Im Alter von 6 Jahren verlieren Kinder die ersten Milchzähne und in dieser Phase erscheint der erste aller 32 bleibenden Zähne hinter dem letzten Milchzahn. Unter dem Zahnfleisch lösen sich die Wurzeln der Milchzähne auf. Sie werden locker und fallen aus und machen Platz für die nachwachsenden bleibenden Zähne. In dieser Phase ist die Zahnpflege besonders wichtig, denn der 1. bleibende Backenzahn ist besonders kariesanfällig. In dieser Phase putzen die Kinder alleine Ihr Zähne. Sie sollten jedoch als Eltern die richtige Zahnputztechnik kontrollieren. Überprüfen Sie, ob die Zähne auch wirklich richtig sauber sind und putzen Sie gegebenenfalls nach. Regelmäßige Zahnarztbesuche alle 6 Monate sind hier unbedingt notwendig. Ihr Zahnarzt empfiehlt Ihnen gegebenenfalls Zahnversiegelungen oder Fluorid-Lack-Behandlung.
Die richtige Zahnbürste in diesem Alter ist die Stage 3 von Oral B.

Kinder ab 8 Jahre

In diesem Alter haben die Kinder gelernt, Ihre Zähne regelmäßig 2 x täglich und für mindestens 2 Minuten zu putzen. Um die neuen nachgewachsenen Zähne und das Zahnfleisch ein Leben lang gesund zu erhalten, muß dieses Verhalten beibehalten werden. Motivieren Sie Ihr Kind, auf seine Zähne zu achten - besonders dann, wenn es das Zähneputzen als langweilig empfindet. Erklären Sie Ihrem Kind die Wichtigkeit der Zahn- und Mundhygiene und die regelmäßige zahnärztlichen Kontrollen.

Wählen Sie die richtige Zahnbürste:

Für dieses Alter ist die Stage 4 Zahnbürste von Oral B optimal zur Zahnpflege.

Auch die elektrische Zahnbürste Oral B von Braun ist empfehlenswert.


2. Erwachsenenprophylaxe

Wie kann man erkennen, daß Kariesbakterien in der Mundhöhle vorhanden sind?

Spezielle Speicheltests (Kariesrisikotest) machen die Bakterien sichtbar.

Wir bieten Ihnen diesen Test in unserer Zahnarztpraxis an. Er ist unkompliziert und tut nicht weh, denn es werden Speichelproben entnommen und 2 Tage im Brutschrank gebrütet.

  • Man unterscheidet:

    1. geringe Besiedelung mit Kariesbakterien
    2. hohe Besiedelung mir Kariesbakterien

Dementsprechend wird ein Vorsorgeprogramm individuell für jeden Patienten erstellt.

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zu Erwachsenenprophylaxe

Erwachsene: Im Erwachsenenalter sollten die Gewohnheiten der Zahn- und Mundhygiene aus dem Kindesalter unbedingt weitergeführt werden. 2x täglich Zähne putzen 2-3 Minuten lang sollte eingehalten werden. Hier ist die Zahnbürste Cross Action von Oral B zu empfehlen.
Zusätzlich zur Zahnbürste sollte 1 x täglich Zahnseide oder Interdentalraumbürsten für die Reinigung der Zahnzwischenräume verwendet werden.
Das Ausspülen nach der Zahnreinigung mit Mundspüllösungen ist ganz besonders wichtig, da diese antibakteriell wirken und ein angenehmes Frischegefühl verursachen .
Auch die Zahnreinigung mit der elektrischen Zahnbürste ist zu empfehlen.
Auf diese Putztechnik kommt es an: Regelmäßige Zahnpflege sollte auf jedem Fall mit der richtigen Zahnputztechnik einhergehen.

Professionelle Zahnreinigung (zur Erwachsenenprophylaxe)

Mit der häuslichen Mundhygiene übernehmen Sie - nach Anleitung Ihres Zahnarztes und unter seiner Betreuung - eine wichtige Aufgabe: die Basisprophylaxe für ihr Zähne und das Zahnfleisch. Trotz einer noch so intensiven täglichen Zahnpflege ist nicht gewährleistet, daß die weichen Zahnbeläge wirklich "weggeputzt" sind. Denn unter Umständen können Sie Zahnbeläge in schwer zugänglichen Nischen und Zahnzwischenräumen nicht erreichen. Deshalb ist regelmäßig eine zusätzliche professionelle Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis erforderlich.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, daß eine professionelle Zahnreinigung etwa alle 6 Monate in Verbindung mit einer systematischen häuslichen Mundpflege ausreichen, um Ihre Zähne gesund zu erhalten. Natürlich hängt auch das von der Intensität der täglichen Zahnpflege und der individuellen Mundsituation ab.
Die professionelle Zahnreinigung kann nur mit Spezialinstrumenten, maschinellen Hilfsmitteln und speziellen Polierpasten in der Praxis des Zahnarztes erfolgen.
Damit werden auch die anderen schwer zugänglichen Stellen, die Glattflächen der Zähne von Belägen befreit und poliert, um erneute Ablagerungen zu erschweren. Mit Polierstreifen werden Zahnflächen im Zwischenraum gesäubert, geglättet und poliert.
Eifrige Tee- oder Kaffeetrinker und Raucher leiden verstärkt unter verfärbten Zahnbelägen, die unschön anzusehen sind. Diese werden mit einem Pulverstrahlgerät (ähnlich wie ein Sandstrahlgerät) schonend entfernt.
Eine anschließende Fluoridierung der gesäuberten Zähne ist wichtig, da die Fluoridaufnahme dann besonders gut ist. (siehe Fluoridlack Kinderprophylaxe)

3.Ernährung:

Durch das zu große und zu häufige Angebot zuckerhaltiger Speisen und Getränke geht z. B. die natürliche Reparaturfähigkeit des Speichels verloren. Zucker ist ein Kohlenhydrat und nicht lebensnotwendig. Er ist ein Energiespender ohne Spurenelemente und Vitamine. Die in der Mundhöhle lebenden Bakterien ernähren sich von diesem Zucker und scheiden dann schädliche Säuren aus. Wenn viele zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten eingenommen werden, kann die Neutralisation der Säuren verhindert werden. Somit ist die Gefahr groß, das die Zähne an Karies erkranken.
Verzicht muß nicht sein, denn heute gibt es über 120 "zahnfreundliche Süßigkeiten", die man an dem lachenden Zahnmännchen mit Schirm erkennt.
Kauen von zahnfreundlichem Kaugummi fördert den Speichelfluß und die Verdünnung der Säuren in der Mundhöhle.

Empfehlung für die tägliche Ernährung:

Für´s Frühstück: Unter Marmelade oder Honig gehört Butter bzw. eine Halbfettmargarine. Fette "isolieren" die Zahnoberfläche.
Als Zwischenmahlzeit: Saftiges Obst genießen (KEINE Bananen, Feigen oder Datteln) oder Brot mit Gurkenscheiben, fettarmer Wurst oder Käse. Ungesüßte Milch, Buttermilch oder Joghurt sind frisch und schmecken immer.
Zur Hauptmahlzeit: Gemüse und fettarmes Fleisch. Dazu Mineralwasser trinken, keine süßen Getränke.
Zu allen Mahlzeiten sollten Vollkornbrötchen oder Backwaren verzehrt werden.
Ganz wichtig: Es müssen sich unbedingt nach dem ersten Frühstück und nach der letzten Mahlzeit am Abend 2 - 3 Minuten die Zähne geputzt werden.

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